Jahrestag der Befreiung Neuköllns http://befreiungneukoelln.blogsport.de Fri, 27 Apr 2018 12:19:35 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Спасибо! Thank you! Merci! – 28. April: Tag der Befreiung Neuköllns http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/27/thank-you-merci-28-april-tag-der-befreiung-neukoellns/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/27/thank-you-merci-28-april-tag-der-befreiung-neukoellns/#comments Fri, 27 Apr 2018 12:19:01 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/27/thank-you-merci-28-april-tag-der-befreiung-neukoellns/

Am 24. April 1945 überschritten die ersten Einheiten der Roten Armee die Südgrenze Neuköllns. In den folgenden Tagen gelang es den sowjetischen Truppen gegen die deutschen Streitkräfte vorzurücken. Die letzte Gegenwehr von deutschen Verbänden in Neukölln konnte am 28. April 1945 gebrochen werden. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Neukölln und die Befreiung für Zwangsarbeiter_innen sowie Jüdinnen_Juden. Viele der Zwangsarbeiter_innen und die absolute Mehrzahl der Neuköllner Jüdinnen_Juden erlebten die Befreiung jedoch nicht mehr. Schließlich bedeutete der Sieg der Roten Armee auch die Befreiung für die Widerstandskämpfer_innen der verschiedenen sozialdemokratischen, kommunistischen und liberalen Gruppen.

Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen im September 1939 hatte die NS-Eroberungspolitik begonnen, die in den folgenden Jahren fast ganz Europa unter deutsche Herrschaft zwang. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion stellte eine grundlegende Radikalisierung der NS-Kriegspolitik und des deutschen Antisemitismus dar. Den Truppen der Wehrmacht folgten die deutschen Einsatzgruppen, die in Massenerschießungen Kommunist_innen, Jüdinnen_Juden und Rom_nja ermordeten. Zeitgleich verfolgten die Deutschen das Ziel einer Neuordnung Osteuropas unter rassenpolitischen Vorzeichen. Durch Deportation und Vernichtung von als nicht-arisch definierten Menschen sollte „Lebensraum“ für die Deutschen geschaffen und Osteuropa auf Dauer „germanisiert“ werden.
Währenddessen wurden Jüdinnen_Juden systematisch in Ghettos und Konzentrationslager deportiert. Was sich angesichts der Novemberpogrome 1938 in Deutschland kaum erahnen ließ, wurde im Zuge des deutschen Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion zur Realität: die planmäßige, industriell organisierte Vernichtung der Jüdinnen_Juden im deutschen Herrschaftsbereich.

Bis zum alliierten Sieg über Deutschland forderte der deutsche Antisemitismus 6 Millionen Opfer. Gleichzeitig wurden aus einem deutschen antiziganistischen Vernichtungswahns heraus hunderttausende Sinti_zza und Rom_nja ermordet. Darüber hinaus wurden Millionen Bewohner_innen der besetzten Länder, Kriegsgefangene, Kommunist_innen und andere politische Gegner_innen, Homosexuelle und Trans_Personen, Menschen mit sogenannten Behinderungen und als „asozial“ Verfolgte Opfer der NS-Vernichtungspolitik.
Während die dafür verantwortliche deutsche Volksgemeinschaft an den Endsieg glaubte und die Mordpolitik bis zuletzt mittrug, bedeutete der Sieg der Anti-Hitler-Koalition für Millionen Menschen die Befreiung.

Der organisierte Massenmord an Jüdinnen_Juden wurde durch die »Befreiung« beendet, nicht jedoch alle Formen antisemitischer Verfolgung in West- und Osteuropa. In den Hauptstädten der besetzten Länder wurden die Sieger mit Jubel begrüßt, Jüdinnen_Juden hingegen hatten keinen Grund, sich zu freuen. Die wenigen Überlebenden wussten, dass sie keinen Ort hatten, an den sie hätten zurückkehren können. Die in Neukölln befreiten Zwangsarbeiter_innen, vornehmlich aus der Ukraine und Belarus, haben bis heute keine angemessene Entschädigung aus Deutschland enthalten. Überlebende müssen um ihre Ansprüche auf die sogenannte „Ghetto-Rente“ kämpfen, während ehemalige Mitglieder der SS und Wehrmacht hohe Renten beziehen.

Obwohl die in den vergangenen Jahren aufgenommenen Gerichtsverfahren gegen NS-Täter deutlich gemacht haben, dass die funktionale Beteiligung am Massenmord als »Beihilfe zur Haupttat« gewertet und entsprechend geahndet werden kann, zeigt sich die deutsche Justiz weiterhin zögerlich gegenüber noch lebenden und bisher nicht belangten Täter_innen. In Neubrandenburg wurde das Verfahren gegen einen früheren SS-Sanitäter im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau solange verschleppt bis es letztendlich aufgrund angeblicher Verhandlungsunfähigkeit eingestellt wurde. Zuvor waren die Richter_innen des Prozesses wegen Befangenheit abgelehnt worden.
Sie stellten ihren Unwillen das Verfahren zu führen zur Schau, indem sie unter anderem versuchten einem Nebenkläger und Holocaust-Überlebenden die Teilnahme an der Verhandlung zu verwehren. In den Fällen, in denen Verfahren zu Ende geführt wurden, ertönte als gesellschaftlichen Reaktion vielfach ein Unverständnis darüber, so alte Menschen noch zu einer Haftstrafe zu verurteilen: Unter die Vergangenheit solle lieber endlich ein Schlussstrich gezogen werden.

Noch aggressiver in die reaktionäre und revisionistische Kerbe schlagen Vertreter_innen der „Neue Rechte“ und besonders der völkische Flügel der AfD.
Nicht erst seit Björn Höckes ausgesprochener Forderung nach einer „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“, ist der Angriff auf die als Hindernis identifizierte Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus in der Partei Programm. Das erklärte Ziel ist die deutsche Geschichte positiv zu besetzen. Dieses wird versucht umzusetzen über parlamentarische Wege zur Streichung von Mitteln für Gedenkstätten und historisch-politische Bildungsarbeit. Ein Verordneter der AfD in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung lehnte eine Unterstützung von Stolpersteinverlegungen durch das Bezirksamt mit der Begründung ab: durch eine entsprechende Regelung könnten schließlich auch NS-Opfer mit späterer Funktion im Realsozialismus einen Anspruch auf Gedenken haben. Erinnerungspolitik wird grundsätzlich diskutierbar. Die Vertreter_innen der Neuen Rechten verschieben so den gesellschaftlichen Diskurs.

Wie es um den emanzipatorischen Gehalt der öffentlich wahrnehmbaren Gegenpositionen zu denen der AfD bestellt ist, zeigt der Blick in Debatten im Deutschen Bundestag. In einer in linksliberalen Kreisen viel gefeierten Gegenrede von Cem Özdemir zu einem AfD-Antrag, rühmte der Grünen-Politiker die deutsche „Erinnerungskultur“ als moralischen Standortvorteil, auf die er stolz sei und für die die BRD schließlich weltweit geachtet werde. Sein größter Vorwurf an die AfD lautete dann auch: fehlender Patriotismus.

Der Aufarbeitungsweltmeister ist unbestreitbar zur europäischen Führungsmacht geworden. Die EU-Staaten in Südeuropa werden zu Erfüllungsgehilfen der Flüchtlingsabwehr gemacht, bei der sich die Bundesregierung nicht selbst die Hände schmutzig machen will. Rassist_innen und Antisemit_innen sind nur noch die anderen, vorzugsweise Geflüchtete und Muslime. Dass es wahrlich kein Grund gibt, belehrend den Zeigefinge zu schwingen, wird mit Blick auf den in absehbarer Zeit zu Ende gehenden Prozess zur NSU-Mordsserie mehr als deutlich. Sowohl bei der nun seit fast zwei Jahren andauernden neonazistischen Angriffsserie gegen Antifaschist_innen in Neukölln als auch bei der Ermordung Burak Bektas 2012 ist keine Aufklärung in Sicht.

Den 28. April nehmen wir zum Anlass, um an die Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee zu erinnern und dabei nicht zu vergessen, dass Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus Teil des bundesdeutschen Alltags sind.

Unser Dank gilt den alliierten Armeen, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften.
Der Sieg über die Deutschen bedeutete nicht weniger als die Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus.

Unser Dank heißt Krieg den deutschen
Zuständen!

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Tag der Befreiung 2018 – Stadtteil-Führung: „Das rote Neukölln – Widerstand und Verfolgung 1933-1945″ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945-2/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945-2/#comments Fri, 20 Apr 2018 18:39:34 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945-2/ Im Rahmen des 73. Jahrestag der Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee am 28. April laden wir auch in diesem Jahr wieder zu einer Veranstaltung ein:

Stadtteil-Führung: „Das rote Neukölln – Widerstand und Verfolgung 1933-1945″

Obwohl die meisten Neuköllner_innen ebenfalls Teil der NS-Gesellschaft waren, gab es in dem Bezirk einen besonders lebendigen antifaschistischen Widerstand, der maßgeblich von Frauen* bestimmt wurde. Wehrkraftzersetzung, Arbeitsvertragsbruch, Hilfe für Verfolgte sind nur einige Beispiele, über die bei der Führung berichtet werden soll. Weiterhin wird es um die lokalen Besonderheiten, ihre Motive, Netzwerke und die Verfolgung gehen. Aus heutiger Sicht ist es dabei besonders interessant, der Frage nachzugehen, was Menschen bewegt, sich nicht anzupassen, sondern sich widerständig zu verhalten. Welche Orte erinnern noch heute in der Gegend, die schon in den Zwanzigern immer wieder Schauplatz blutiger Straßenkämpfe zwischen Nationalsozialisten und Kommunist_innen gewesen war, an die Geschichte und ihre Akteur_innen? Antworten darauf werden am Beispiel von vergessenen und unbekannten Widerstandsgeschichten gesucht.

Wir freuen uns auf eine etwa zweistündige Tour mit der Historikerin Claudia von Gélieu, aktiv bei den Frauentouren, der VVN-BdA und in der Galerie Olga Benario.

28. April 2018 | 15.00 Uhr | Startpunkt: Galerie Olga Benario (Richardstraße 104, Berlin-Neukölln)

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!

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Tag der Befreiung 2018 – Stadtteil-Führung: „Das rote Neukölln – Widerstand und Verfolgung 1933-1945″ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945/#comments Fri, 20 Apr 2018 18:38:23 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2018/04/20/tag-der-befreiung-2018-stadtteil-fuehrung-das-rote-neukoelln-widerstand-und-verfolgung-1933-1945/ Im Rahmen des 73. Jahrestag der Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee am 28. April laden wir auch in diesem Jahr wieder zu einer Veranstaltung ein:

Stadtteil-Führung: „Das rote Neukölln – Widerstand und Verfolgung 1933-1945″

Obwohl die meisten Neuköllner_innen ebenfalls Teil der NS-Gesellschaft waren, gab es in dem Bezirk einen besonders lebendigen antifaschistischen Widerstand, der maßgeblich von Frauen* bestimmt wurde. Wehrkraftzersetzung, Arbeitsvertragsbruch, Hilfe für Verfolgte sind nur einige Beispiele, über die bei der Führung berichtet werden soll. Weiterhin wird es um die lokalen Besonderheiten, ihre Motive, Netzwerke und die Verfolgung gehen. Aus heutiger Sicht ist es dabei besonders interessant, der Frage nachzugehen, was Menschen bewegt, sich nicht anzupassen, sondern sich widerständig zu verhalten. Welche Orte erinnern noch heute in der Gegend, die schon in den Zwanzigern immer wieder Schauplatz blutiger Straßenkämpfe zwischen Nationalsozialisten und Kommunist_innen gewesen war, an die Geschichte und ihre Akteur_innen? Antworten darauf werden am Beispiel von vergessenen und unbekannten Widerstandsgeschichten gesucht.

Wir freuen uns auf eine etwa zweistündige Tour mit der Historikerin Claudia von Gélieu, aktiv bei den Frauentouren, der VVN-BdA und in der Galerie Olga Benario.

28. April 2018 | 15.00 Uhr | Startpunkt: Galerie Olga Benario (Richardstraße 104, Berlin-Neukölln)

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!

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Vortrag „ Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945“ und Feier zum Jahrestag der Befreiung 2017 http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2017/04/19/vortrag-frauen-im-antifaschistischen-widerstand-in-neukoelln-1933-1945-und-feier-zum-jahrestag-der-befreiung-2017/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2017/04/19/vortrag-frauen-im-antifaschistischen-widerstand-in-neukoelln-1933-1945-und-feier-zum-jahrestag-der-befreiung-2017/#comments Wed, 19 Apr 2017 18:49:24 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2017/04/19/vortrag-frauen-im-antifaschistischen-widerstand-in-neukoelln-1933-1945-und-feier-zum-jahrestag-der-befreiung-2017/ 28.04. | 19.30 Uhr | B-Lage Neukölln, Mareschstraße 1 (Nähe S-Bhf. Sonnenallee)

Am 24. April 1945 überschritten die ersten Einheiten der Roten Armee die Südgrenze Neuköllns. In den folgenden Tagen gelang es den sowjetischen Truppen gegen den erbitterten deutschen Widerstand vorzurücken. Die letzte Gegenwehr von deutschen Verbänden in Neukölln konnte am 28. April 1945 gebrochen werden. Die Rote Armee hatte Neukölln befreit. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Neukölln und die Befreiung für Zwangsarbeiter_innen und Jüdinnen_Juden. Viele der Zwangsarbeiter_innen sowie die absolute Mehrzahl der Neuköllner Jüdinnen_Juden erlebten die Befreiung jedoch nicht mehr. Nur wenigen war es vorher gelungen, unterzutauchen und zu überleben. Schließlich bedeutete der Sieg der Roten Armee auch die Befreiung für die Widerstandskämpfer_innen der verschiedenen sozialdemokratischen, kommunistischen und liberalen Gruppen. 

Die Veranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung Neuköllns wollen wir den Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945 widmen. Obwohl die meisten Neuköllner_innen ebenfalls Teil der NS-Gesellschaft waren, gab es in dem Bezirk einen besonders lebendigen antifaschistischen Widerstand, der maßgeblich von Frauen* bestimmt wurde. Wehrkraftzersetzung, Arbeitsvertragsbruch, Hilfe für Verfolgte sind nur einige Beispiele, über die in dem Vortrag berichtet werden soll. Weiterhin wird es um die lokalen Besonderheiten, ihre Motive, Netzwerke und die Verfolgung gehen. Aus heutiger Sicht ist es dabei besonders interessant, der Frage nachzugehen, was Menschen bewegt, sich nicht anzupassen, sondern sich widerständig zu verhalten. Antworten darauf werden am Beispiel von vergessenen und unbekannten Widerstandsgeschichten gesucht. Gefragt wird nach Formen und Erfolgen des Widerstandes und Unterschieden zu männlichen* Widerstandsakten.

Als Referentin freuen wir uns dabei auf die Historikerin Claudia von Gélieu, aktiv bei den Frauentouren und in der Galerie Olga Benario. Im Februar dieses Jahres wurde ihr Auto in der Reihe rechter Angriffe in Neukölln von Neonazis angezündet.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Tanz, Trunk und Feierei mit Musik von bonny techno (katzenjammer kids).

Den 28. April nehmen wir zum Anlass, um an die Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee zu erinnern und dabei nicht zu vergessen, dass Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus Teil des bundesdeutschen Alltags sind.

Unser Dank gilt den alliierten Armeen, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften. Der Sieg über die Deutschen bedeutete nicht weniger als die Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus.

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen! 

28.04. | 19.30 Uhr | Vortrag „ Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945“ und Feier zum Jahrestag der Befreiung | B-Lage Neukölln, Mareschstraße 1 (Nähe S-Bhf. Sonnenallee)

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Mitschnitt der Veranstaltung mit Peter Neuhof http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/06/15/mitschnitt-der-veranstaltung-mit-peter-neuhof/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/06/15/mitschnitt-der-veranstaltung-mit-peter-neuhof/#comments Mon, 15 Jun 2015 14:45:42 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/06/15/mitschnitt-der-veranstaltung-mit-peter-neuhof/ Die Zeitzeugenveranstaltung mit Peter Neuhof vom 16. Mai haben wir aufgenommen – hier könnt Ihr Euch den Mitschnitt anhören.

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„Als die Braunen kamen“ – Zeitzeugengespräch mit Peter Neuhof http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/05/12/als-die-braunen-kamen-zeitzeugengespraech-mit-peter-neuhof/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/05/12/als-die-braunen-kamen-zeitzeugengespraech-mit-peter-neuhof/#comments Tue, 12 May 2015 16:45:13 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/05/12/als-die-braunen-kamen-zeitzeugengespraech-mit-peter-neuhof/ 16.05.2015 15.00 Uhr, ORi, Friedelstraße 8, U-Bhf. Hermannplatz

Peter Neuhof war acht Jahre alt, als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen. Seine Eltern, beide Mitglieder in der KPD, engagierten sich von Anfang an gegen die Nazis und halfen u.a. gesuchten Genoss_innen beim Untertauchen. Auch Peter war aktiv gegen die Nazis. Er liest aus seinem Buch „Als die Braunen kamen. Eine Berliner jüdische Familie im Widerstand.“ und erzählt uns von seiner Geschichte als Kind einer jüdischen, kommunistischen Familie.
Bitte meldet euch für diese Veranstaltung unter befreiung-neukoelln [at] riseup.net an.

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Feier zum Tag der Befreiung Neuköllns und Fotoausstellung http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/27/feier-zum-tag-der-befreiung-neukoellns-und-fotoausstellung/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/27/feier-zum-tag-der-befreiung-neukoellns-und-fotoausstellung/#comments Mon, 27 Apr 2015 16:04:00 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/27/feier-zum-tag-der-befreiung-neukoellns-und-fotoausstellung/ 28.04.2015 17.00 Uhr ORi, Friedelstraße 8 (U-Bhf. Hermannplatz)

Der 28. April 2015 ist der 70. Jahrestag der Befreiung Neuköllns vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee. Wir nehmen dies zum Anlass, um mit einem antifaschistischen Fest und einer Fotoausstellung an die deutschen Verbrechen zu erinnern und zum Kampf gegen Deutschland und seine Nazis aufzurufen. Unser Dank gilt den alliierten Streitkräften, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften.
Nie wieder Deutschland! Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!

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Veranstaltungen am 25. und 26. April http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/23/veranstaltungen-am-25-und-26-april/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/23/veranstaltungen-am-25-und-26-april/#comments Thu, 23 Apr 2015 14:17:39 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/04/23/veranstaltungen-am-25-und-26-april/ Führung „Das ver­ges­se­ne KZ Co­lum­bia-​Haus“
25.04.2015 14.00 Uhr Mahnmal Golßener Straße/Columbiadamm (U-Bhf. Platz der Luftbrücke)

Der kal­ku­lier­te und plan­mä­ßi­ge Ein­satz von Ge­walt dien­te dem NS-​Re­gime zwi­schen März 1933 und Som­mer 1934 zur Fes­ti­gung der po­li­ti­schen Macht. Ab Mitte 1934 ent­stand mit dem Sys­tem der Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger eine neue Form, die ein Syn­onym ist für die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Herr­schaft in Deutsch­land darstellen. Doch be­reits ab März 1933 ent­stan­den Haft­stät­ten unter der Lei­tung von SA und SS, die zu­tref­fend als „frühe Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger“ be­zeich­net wer­den. Hier herrsch­ten von Be­ginn an Zu­stän­de eines Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers. Spä­tes­tens ab Juli 1933 nutz­te die Ge­sta­po das ehe­ma­li­ge Mi­li­tär­ge­fäng­nis Co­lum­bia-​Haus auf dem Tem­pel­ho­fer Feld als Haft­an­stalt für po­li­ti­sche Ge­fan­ge­ne.

Re­fe­ren­t_in: För­der­ver­ein für ein Ge­den­ken an die Na­zi­ver­bre­chen in und um das Tem­pel­ho­fer Feld e. V.

Die Führung wird 14.00 Uhr am Mahnmal Golßener Straße/Columbiadamm beginnen. Bitte meldet euch unter befreiung-neukoelln [at] riseup.net an. Wir empfehlen euch, Fahrräder mitzubringen, da das Gelände sehr weitläufig ist.

Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln
26.04.2015 16.00 Uhr Infopunkt Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm

Neukölln ist ein Ort wie viele andere. Auch hier, im Süden der Stadt Berlin, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus tausende Zwangsarbeiter_innen aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und den Niederlanden ausgebeutet. Dies geschah in Industriebetrieben, in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in Kirchengemeinden und in Privathaushalten. In Deutschland mochte man sich nach Kriegsende mit dem Verschwinden der Opfer häufig an diese nicht mehr erinnern. Für die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen blieben die Erfahrung der Verschleppung nach Deutschland, das Erleben von Gewalt sowie die gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit lebenslang prägend. Mit einer Radfahrt wollen wir an das Verbrechen der NS- Zwangsarbeit sowie an dessen Opfer, an die Täter und die Zeugen erinnern. Wir werden Orte besuchen, an denen Zwangsarbeiter_innen lebten und arbeiteten und über Zwangsarbeit im Allgemeinen und Zwangsarbeit in Neukölln im Besonderen sprechen. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre bitten wir um Anmeldung.

Anmeldung: befreiung-neukoelln [at] riseup.net
Dauer: 1,5 – 2h.
Referent_innen: Naturfreunde Berlin (FG Politik)

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Filmvorführung »Die Wohnung« http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/29/filmvorfuehrung-die-wohnung/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/29/filmvorfuehrung-die-wohnung/#comments Sun, 29 Mar 2015 19:17:23 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/29/filmvorfuehrung-die-wohnung/ bei „Projektraum“ klingeln Eine Wohnung in Tel Aviv, ein Stück Berlin mitten in Israel. 70 Jahre lang hat Gerda Tuchler hier mit Ehemann Kurt gelebt, nachdem sie vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen mussten. Weggeschmissen [...]]]>
09.04.2015 20.00 Uhr, Projektraum H48 Neukölln Hermannstraße 48 (2. Hinterhof | 1. Etage) – Nähe U-Bhf. Boddinstraße (U8) --> bei „Projektraum“ klingeln

Eine Wohnung in Tel Aviv, ein Stück Berlin mitten in Israel. 70 Jahre lang hat Gerda Tuchler hier mit Ehemann Kurt gelebt, nachdem sie vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen mussten. Weggeschmissen haben sie nichts. Als sie mit 98 Jahren stirbt, trifft sich die Familie zur Wohnungsauflösung. Inmitten unzähliger Briefe, Fotos und Dokumente werden Spuren einer unbekannten Vergangenheit entdeckt: Die jüdischen Großeltern waren eng befreundet mit der Familie des SS-Offiziers Leopold von Mildenstein.

Filmemacher und Enkel Arnon Goldfinger nimmt zusammen mit seiner Mutter den Kampf auf: mit Wut und Mut gegen die Kisten, den Staub, die Antiquitätenhändler, die Familie, die Vergangenheit und die Gegenwart, Verdrängung und Wahrheit. (DE 2011, 97min)

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70 Jahre Befreiung Neuköllns http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/22/70-jahre-befreiung-neukoellns/ http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/22/70-jahre-befreiung-neukoellns/#comments Sun, 22 Mar 2015 14:13:36 +0000 Administrator Allgemein http://befreiungneukoelln.blogsport.de/2015/03/22/70-jahre-befreiung-neukoellns/ 70 Jahre Befreiung Neuköllns
Infos zu Aktionen und Veranstaltungen zum 70. Jahrestag folgen in Kürze.

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