Mitschnitt des Vortrages „Aufarbeiten und was dann?“ am 16.04.

Wir haben die Veranstaltung mit der In­itia­ti­ve für einen Ge­denk­ort ehe­ma­li­ges KZ Ucker­mark e.V. und Anne Allex für den Ar­beits­kreis Mar­gi­na­li­sier­te – ges­tern und heute! mitgeschnitten. Hier könnt ihr ihn anhören.

In­fo­ver­an­stal­tung „Un­se­re Täter, un­se­re Opfer“

Mitt­woch 07.​05.​2014 19h Tris­te­za (Pan­nier­stra­ße 5, 12047 Ber­lin)

Ta­ges­sie­ger in den Ein­schalt­quo­ten und über Wo­chen Thema in ver­schie­dens­ten Me­di­en: ARD und ZDF wol­len mit Pro­duk­tio­nen wie „Un­se­re Müt­ter, un­se­re Väter“, „Der Un­ter­gang“ und „Dres­den“ den Zwei­ten Welt­krieg in deut­sche Wohn- und Klas­sen­zim­mer brin­gen, und zwar his­to­risch fun­diert und ohne ideo­lo­gi­schen Blick. Was be­deu­tet das für die heu­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus? Gibt es einen Zu­sam­men­hang zwi­schen of­fi­zi­el­lem NS-​Ge­den­ken, Ge­schichts­wis­sen­schaft und NS-​The­ma­tik im Fern­seh­spiel­film? Und nicht zu­letzt: Wie ideo­lo­gie­frei ist diese Form der NS-​Auf­ar­bei­tung wirk­lich? Diese Fra­gen wer­den wir am kon­kre­ten Film­ma­te­ri­al dis­ku­tie­ren.

Re­fe­ren­t_in­nen: An­to­nia Schmid (Po­li­tik-​ und Me­di­en­wis­sen­schaft­le­rin) und Jo­han­nes Spohr (frei­er Jour­na­list)

Schwungvolle Fahrraddemo am Tag der Befreiung Neuköllns

Mit einer unübersehbar dynamischen Fahrraddemonstration durch den Süden Neuköllns wurde am Nachmittag des 28. Aprils 2014 bei strahlendem Sonnenschein an den 69. Jahrestag der Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee erinnert. Die antifaschistische Demonstration startete gegen 18h am U-Bhf. Rudow und führte über vier Zwischenkundgebungen bis zum S/U-Bhf. Neukölln.

In Redebeiträgen wurde unter anderem am Beispiel von NS-Zwangsarbeit in Neukölln über den historischen Nationalsozialismus aufgeklärt, als auch die Aktivitäten der heutigen Neuköllner Naziszene beleuchtet. Zudem wurde an den Mord an Burak B. erinnert und der alltägliche Rassismus in der deutschen Gesellschaft thematisiert. Darüber hinaus wurde auf das Existenzrecht Israels eingegangen und sich in weiteren Beiträgen kritisch mit der deutschen Erinnerungspolitik, nationaler Identitätskonstruktion und den widerlichen deutschen Verhältnissen im Allgemeinen auseinandergesetzt.

Während der gesamten Demonstration wurden mehrsprachige Flyer verteilt, um Anwohner_innen und Passant_innen Anlass und Inhalt der Demonstration zu vermitteln. Zum Abschluss wurde bei passender Musik mit Sekt und Brause angestoßen und der Sieg der Alliierten und die Zerschlagung Deutschlands gefeiert.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt:

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen! Nie wieder Deutschland!

Antifaschistische Fahrraddemonstration

Montag 28.04.2014 17h U-Bhf. Rudow

Der 28. April 2014 ist der 69. Jahrestag der Befreiung Neuköllns vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee. Wir nehmen dies zum Anlass, um mit einer antifaschistischen Fahrraddemonstration durch Südneukölln an die deutschen Verbrechen zu erinnern und zum Kampf gegen Deutschland und seine Nazis aufzurufen. Unser Dank gilt den alliierten Streitkräften, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften.
Nie wieder Deutschland! Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!


Hier gehts zum Aufruf

Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln

Sonntag 27.04.2014 16h Infopunkt Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm

Neukölln ist ein Ort wie viele andere. Auch hier, im Süden der Stadt Berlin, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus tausende Zwangsarbeiter_innen aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und den Niederlanden ausgebeutet. Dies geschah in Industriebetrieben, in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in Kirchengemeinden und in Privathaushalten. In Deutschland mochte man sich nach Kriegsende mit dem Verschwinden der Opfer häufig an diese nicht mehr erinnern. Für die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen blieben die Erfahrung der Verschleppung nach Deutschland, das Erleben von Gewalt sowie die gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit lebenslang prägend. Mit einer Radfahrt wollen wir an das Verbrechen der NS- Zwangsarbeit sowie an dessen Opfer, an die Täter und die Zeugen erinnern. Wir werden Orte besuchen, an denen Zwangsarbeiter_innen lebten und arbeiteten und über Zwangsarbeit im Allgemeinen und Zwangsarbeit in Neukölln im Besonderen sprechen. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre bitten wir um Anmeldung.

Wer auf Grund von z.B. Bewegungseinschränkungen oder Behinderungen nicht Fahrrad fahren kann, kann dies bei der Anmeldung angeben. Wir versuchen eine individuelle Lösung zu finden.

Anmeldung: befreiung-neukoelln@riseup.net
Dauer: 1,5 – 2h.
Referent_innen: Naturfreunde Berlin (FG Politik)