23.04.2017:
72. Jahrestag der Befreiung Köpenicks | 11.00 Uhr | Platz des 23. April (Berlin-Köpenick)

Am 23. April 1945 befreiten Einheiten der 8. Gardearmee und der 1. Gardepanzerarmee W.I.Tschuikows Köpenick von den faschistischen Mordbrennern. Wir danken den Rotarmistinnen und Rotarmisten! Ein Stein an der Lindenstraße Ecke Bahnhofstraße erinnert an die Befreiungstat. Dort wollen wir Blumen niederlegen.
Weitere Infos bei der VVN-BdA Köpenick e.V.

23.04.2017:
Hausfest „Wir feiern die Befreiung Pankows“ | 17.00 Uhr | JUP – Unabhängiges Jugendzentrum Pankow (Florastraße 84, Berlin-Pankow)

Am 24. April 1945 befreite die Rote Armee den Bezirk Pankow. Wir wollen dieses Ereignis mit einem Veranstaltungsprogramm im Jugendzentrum JUP Pankow würdigen. Dazu haben wir eine Führung zur Lokalgeschichte und eine Filmvorführung über Partisan*innen organisiert. Im Haus wird des ein Siebdruckangebot und eine Plakatausstellung geben. Aber auch das Feiern soll nicht zu kurz kommen.

Das Programm:

15:00 Uhr Führung zur Geschichte der Schönholzer Heide
Treffpunkt: Bushaltestelle Hermann-Hesse-Straße (Bus 150, 155)

17:00 Uhr Offenes Haus
Cafébetrieb, Büchertisch, Siebdruck mit thematischen Motiven, Plakat-Ausstellung, Kickern

18:00 Uhr Film „Liza ruft“ (D 2016)
Dokumentarfilm über eine Partisanin in Litauen
in Anwesenheit des Regisseurs // www.lizaruft.com

20:00 Uhr Befreiungstresen
mit Musik aus der Konserve, Schnittchen und Sekt

Organisiert vom:
JUP Pankow
VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.
EAG Berlin

28.04.2017:
Vortrag „ Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945“ und Feier zum Jahrestag der Befreiung | 19.30 Uhr | B-Lage Neukölln, Mareschstraße 1 (Nähe S-Bhf. Sonnenallee)

Am 24. April 1945 überschritten die ersten Einheiten der Roten Armee die Südgrenze Neuköllns. In den folgenden Tagen gelang es den sowjetischen Truppen gegen den erbitterten deutschen Widerstand vorzurücken. Die letzte Gegenwehr von deutschen Verbänden in Neukölln konnte am 28. April 1945 gebrochen werden. Die Rote Armee hatte Neukölln befreit. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Neukölln und die Befreiung für Zwangsarbeiter_innen und Jüdinnen_Juden. Viele der Zwangsarbeiter_innen sowie die absolute Mehrzahl der Neuköllner Jüdinnen_Juden erlebten die Befreiung jedoch nicht mehr. Nur wenigen war es vorher gelungen, unterzutauchen und zu überleben. Schließlich bedeutete der Sieg der Roten Armee auch die Befreiung für die Widerstandskämpfer_innen der verschiedenen sozialdemokratischen, kommunistischen und liberalen Gruppen. 

Die Veranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung Neuköllns wollen wir den Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945 widmen. Obwohl die meisten Neuköllner_innen ebenfalls Teil der NS-Gesellschaft waren, gab es in dem Bezirk einen besonders lebendigen antifaschistischen Widerstand, der maßgeblich von Frauen* bestimmt wurde. Wehrkraftzersetzung, Arbeitsvertragsbruch, Hilfe für Verfolgte sind nur einige Beispiele, über die in dem Vortrag berichtet werden soll. Weiterhin wird es um die lokalen Besonderheiten, ihre Motive, Netzwerke und die Verfolgung gehen. Aus heutiger Sicht ist es dabei besonders interessant, der Frage nachzugehen, was Menschen bewegt, sich nicht anzupassen, sondern sich widerständig zu verhalten. Antworten darauf werden am Beispiel von vergessenen und unbekannten Widerstandsgeschichten gesucht. Gefragt wird nach Formen und Erfolgen des Widerstandes und Unterschieden zu männlichen* Widerstandsakten.

Als Referentin freuen wir uns dabei auf die Historikerin Claudia von Gélieu, aktiv bei den Frauentouren und in der Galerie Olga Benario. Im Februar dieses Jahres wurde ihr Auto in der Reihe rechter Angriffe in Neukölln von Neonazis angezündet.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Tanz, Trunk und Feierei mit Musik von bonny techno (katzenjammer kids).

Den 28. April nehmen wir zum Anlass, um an die Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee zu erinnern und dabei nicht zu vergessen, dass Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus Teil des bundesdeutschen Alltags sind.

Unser Dank gilt den alliierten Armeen, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften. Der Sieg über die Deutschen bedeutete nicht weniger als die Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus.

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!